IG Metall Kaiserslautern
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21.08.2019, 02:08 Uhr

Massenentlassung bei ITW in Enkenbach-Alsenborn – Betriebsrat setzt Sozialplan durch

  • 10.04.2019
  • Aktuelles

Am ITW Standort Enkenbach-Alsenborn werden bis spätestens 31.05.2019 insgesamt 40 Stellen abgebaut. Diese Maßnahme hatte das Management im Januar angekündigt und seitdem mit dem Betriebsrat über einen Interessensausgleich verhandelt.

 

Im Rahmen der Verhandlungen war das Management nicht bereit, auf Stellenstreichungen zu Gunsten milderer Maßnahmen zu verzichten. Der Betriebsrat konnte sich mit der Forderung nach einem verbindlichen Sozialplan durchsetzen. Dieser hat eine Laufzeit bis mindestens 31.12.2021.

 

„Als der ITW Konzern unser Werk im Sommer 2016 übernommen hat, hatten wir noch knapp 400 Beschäftigte. Ende 2018 waren davon etwas mehr als 300 Kolleginnen und Kollegen übrig. Allein im Jahr 2018 haben bis zu 30 Beschäftigte den Betrieb auf Drängen der Geschäftsleitung mit Aufhebungsverträgen verlassen. Jetzt verlieren wir bis 31.05.2019 noch einmal 40 Arbeitsplätze und damit 40 Kolleginnen und Kollegen. Unser Werk schrumpft rapide seit der Übernahme durch ITW und wir glauben nicht, dass das Schrumpfen mit der aktuellen Großentlassung endet“, erläutert der Betriebsratsvorsitzende Rainer Hinkel die Arbeitsplatzentwicklung bei ITW. „Das Management war im Zuge der Verhandlungen nicht bereit, den Verzicht auf weitere betriebsbedingte Kündigungen zuzusagen, nicht einmal bis Ende 2019. Wir machen uns deshalb grundsätzlich Sorgen um den ITW Standort in Enkenbach.“ 

 

„Dem ITW Konzern geht es blendend“, betonte Miriam Bürger, zuständige Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Kaiserslautern. Zuletzt habe der Konzern nach eigenen Angaben einen Gewinn in Höhe von 2,56 Milliarden US $ erzielt und an die Aktionär*innen eine um 28% höhere Dividende ausgezahlt. „Die wirtschaftlichen Herausforderungen am Standort Enkenbach, die jetzt nach Ansicht der Geschäftsleitung Entlassungen unausweichlich machen, sind hausgemacht und in der Unternehmensstrategie zur Gewinnmaximierung einkalkuliert. Das ist bitter für die Region und besonders bitter für die von Kündigung betroffenen Kolleginnen und Kollegen und deren Familien. Wir können nicht nachvollziehen, dass das Unternehmen die Beschäftigtenzahl den Gewinnerwartungen anpasst statt die Auftragslage zu verbessern und Produktion in Enkenbach zu steigern“, erläutert Miriam Bürger die Position der IG Metall Kaiserslautern.

 

Fragen beantworten

Rainer Hinkel (BR-Vorsitzender ITW): 0178 - 6747548

Miriam Bürger (Gewerkschaftssekretärin IG Metall): 0151 - 16239311

 

 

 


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