IG Metall Kaiserslautern
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25.04.2019, 14:04 Uhr

Beschäftigte fordern 5,5% mehr Lohn und Gehalt

Warnstreik bei IDEAL Automotive in Otterberg

  • 05.02.2019
  • Aktuelles

Mit dem Ende der Friedenspflicht hat die IG Metall die Beschäftigten der westdeutschen Textil und Bekleidungsindustrie zu ersten Warnstreiks aufgerufen. Die Kolleginnen und Kollegen der Nachtschicht bei IDEAL in Otterberg folgten dem Warnstreikaufruf und legten am 1.Februar um 0:00 Uhr für eine halbe Stunde die Arbeit nieder.

Die Beschäftigten machten damit deutlich, dass sie hinter den Forderungen nach einer Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 5,5 Prozent sowie einer verbesserten Altersteilzeitregelung stehen. Unterstützt wurde die Aktion von Kollegen der Firma ITW in Enkenbach und der Firma Auria Solutions in Lambrecht.

Zuvor hatten die Arbeitgeber ein völlig unzureichendes Angebot vorgelegt. Geht es nach ihnen, sollen die Entgelte in zwei Etappen jeweils am 1. September 2019 und 2020 um 1,7 Prozent steigen, Laufzeit 28 Monate. Die Altersteilzeit soll ohne substantielle Verbesserungen fortgesetzt werden.

Der Betriebsratsvorsitzende von IDEAL, Holger Keller, machte deutlich, dass dieses Angebot aus Sicht der Beschäftigten völlig unzureichend sei. Sollten die Arbeitgeber ihr Angebot nicht noch einmal deutlich nachbessern, so müssten sie mit weiteren Aktionen in den Betrieben rechnen.

Die zuständige Bezirkssekretärin der IG Metall Bezirk Mitte, Katinka Poensgen, machte deutlich, dass die Forderungen der IG Metall Mitglieder gerecht und bezahlbar seien. Manfred Menningen, Verhandlungsführer der IG Metall ergänzte, dass die Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen, für ihre Forderungen zu kämpfen unverkennbar sei. Dies merke man in Otterberg, aber auch an den acht anderen Standorten, an denen zeitgleich Warnstreiks stattfanden.

Die nächste Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern findet am 12. Februar statt. Die Arbeitgeber täten gut daran, ein deutlich besseres Angebot vorzulegen. Nur so könnten weitere Arbeitsniederlegungen vermieden werden, erläuterte abschließen Miriam Bürger, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Kaiserslautern.

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