AGA-Wochenendseminar

Demokratie leben, Sozialstaat gestalten - im Betrieb und in der Gesellschaft

24.02.2026 | Am 20.02. bis 21.02.2026 haben wir uns als AGA-Arbeitskreis in Neustadt an der Weinstraße getroffen – mit einem klaren Auftrag: Wie können wir unsere Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben besser unterstützen? Und: Wie wehren wir uns gegen die Themen, die uns Politik und Arbeitgeber aktuell aufdrücken?

Ein zentrales Thema war die Rentendiskussion. Dabei ist uns wieder deutlich geworden: Die ständig steigende Produktivität kommt bei der Rente nicht an! Stattdessen wird nur auf die "Kopfzahl" verwiesen – also darauf, dass weniger Einzahlende für mehr Rentner*innen aufkommen müssen. Doch diese Rechnung ist blanker Unsinn, wenn man bedenkt, dass wir heute mit weniger Menschen mehr Leistung erbringen als je zuvor.

Die Realität: Durch technische Fortschritte und effizientere Arbeitsprozesse wird immer mehr Wert geschaffen – aber dieser Wohlstandsgewinn fließt nicht in die Rentenkasse, sondern landet in den Taschen weniger.

Unsere Forderung: Die Rente muss endlich an die Produktivitätsentwicklung gekoppelt werden! Es kann nicht sein, dass die Arbeit von heute die Rente von morgen nicht sichert – nur weil die Verteilung falsch läuft.

Unser Ziel: Keine*r bleibt allein! Wir gehen gestärkt zurück in die Betriebe – mit Argumenten, Materialien und einem klaren Plan, um diese Ungerechtigkeit anzuprangern.
 

Unsere Lösung:

Rente an Produktivität koppeln! Wer mehr Wert schafft, muss auch mehr Rente bekommen.

Demokratische Kontrolle! Wir fordern selbstverwaltete gesetzliche Versicherungen mit Versicherten-Parlamenten – damit wir entscheiden, wohin unsere Beiträge fließen! Nicht unfähige Fonds-Manager, die in die eigene Tasche wirtschaften!

Schluss mit der Kopfzahl-Lüge! Es geht nicht um "zu wenige Beitragszahler", sondern um gerechte Verteilung!

Abschluss mit Geschichte: Als krönenden Abschluss haben wir das Hambacher Schloss – das "Schloss der Demokratie" – besucht. Dort haben wir uns die Geschichte des Hambacher Festes von 1832 erzählen lassen: Ein mächtiges Zeichen für Freiheit, Einheit und Gerechtigkeit. Genau diese Werte treiben uns auch heute an!

Denn eines ist sicher: Nur wenn wir zusammenhalten, können wir etwas verändern! Egal, ob es um Tarifrunden, Arbeitsbedingungen oder die Rente geht – wir lassen uns nicht spalten.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden, wir werden an den Schwerpunktthemen weiterarbeiten.

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