TRANSFORMATION DURCH INNOVATIONEN UND QUALIFIZIERUNG MITGESTALTEN

IG Metall Pfalz und TBS beraten zu betrieblichen Veränderungen in Bad Dürkheim

  • 07.07.2022
  • Aktuelles

Bad Dürkheim - Über 70 Arbeitnehmervertreter*innen aus Betrieben in der Pfalz haben sich zum Thema Transformation in Bad Dürkheim zusammengefunden, um über die teils äußerst rasanten Entwicklungen der aktuell stattfindenden Transformationsprozesse, im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der IG Metall Geschäftsstellen in der Pfalz und der TBS Rheinland-Pfalz, zu diskutieren.

Begrüßt und durch die Veranstaltung am 5. Juli geführt wurden sie von den Bevollmächtigten der IG Metall Geschäftsstellen aus der Pfalz Ralf Köhler, Birgit Mohme und Bernd Löffler.

Allen Teilnehmenden war bewusst, dass die aktuelle Transformation einmalig ist: Die fortschreitende Technisierung, Digitalisierung und Industrie 4.0-Prozesse überlagern sich mit den Herausforderungen des Klimaschutzes und der Ressourcenverfügbarkeit. Aktuelle Lieferproblematiken stellen die Globalisierungsstrategien der vergangenen Jahre in Frage. Die Pandemie hat die Transformation noch verschärft und an vielen Stellen beschleunigt: Es stellen sich in Folge neue Fragen der Arbeitsorganisation, der Beschäftigungssicherheit und der Resilienz von Unternehmen in krisenbehafteten Zeiten.

Welche Chancen und Risiken bestehen, und welche Anforderungen an die Pfälzer Unternehmen der Metall- und Elektrobranche mit diesem Prozess verbunden sind, darüber wurde in Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Facharbeitskreisen gesprochen und diskutiert. In intensiven Fachdiskussionen wurde zum Ausdruck gebracht und entsprechend sensibilisiert, dass die gegenwärtigen Transformationsprozesse nachhaltig in den Betrieben gestaltend begleitet und kontinuierlich kommuniziert werden müssen.

Neben einem Impulsvortrag von Claudia Grässle, der Geschäftsführerin der TBS gGmbH - „Die Transformation ist ein fließender und sich ständig verändernder Prozess, der konstant begleitet werden muss.“ - und einer anschließenden Podiumsdiskussion, die mit hoher fachlicher Expertise durch die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Landau Frau Christine Groß-Herick, Frau Silke Nötzel aus dem Fachressort „Mobilität und Fahrzeugbau“ des IG Metall Vorstandsbereiches und Herrn Karsten Tacke, Hauptgeschäftsführer PFALZMETALL, besetzt war, wurde das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln analysiert und bewertet.

Viele Betriebe stehen vor der Herausforderung, Investitionen in die Technologien der Zukunft zu tätigen – dies unter dem Damoklesschwert der Corona-Pandemie, des Ukraine-Krieges und allgegenwärtigen Lieferengpässen. Die Beratungspraxis von TBS und IG Metall zeigt die aktuellen Herausforderungen der betrieblichen Mitbestimmung: Neben dem zunehmend komplexer werdenden Alltagsgeschäft gilt es, die Transformation im Betrieb zu begleiten oder sogar selbst voranzutreiben. Dabei fehlen häufig noch die entsprechenden politischen Rahmenbedingungen, um bspw. notwendige Investitionen im Unternehmen zu tätigen und teils erschwert auch die betriebswirtschaftliche Lage die Diskussionen über zukünftige Strategien.

An dieser Stelle setzen wir als Arbeitnehmervertreter*innen an und gehen aktiv mit neuen Netzwerken - wie der gemeinsamen Initiative "Die Pfalz qualifiziert" - und vielen Experten bzw. Partnern in die Offensive. Wir nutzen die Mitbestimmung und tariflichen Möglichkeiten und ringen gemeinsam um einen fairen Wandel in der Arbeitswelt sowie Perspektiven für möglichst viele Beschäftigte. So zeigten sich die Teilnehmenden auch solidarisch mit den Beschäftigten bei Ford in Saarlouis, die um ihre Zukunft am Standort kämpfen.