Tarifbewegung Textil- und Bekleidungsindustrie West

WIR SIND BEREIT!

  • 08.02.2021
  • Aktuelles

Am 29. Januar wurde die 3. Tarifverhandlung ergebnislos abgebrochen. Die Arbeitgeber waren nicht bereit, auch nur ein halbwegs akzeptables Angebot vorzulegen. Jetzt ist Druck aus den Betrieben notwendig.

Auf ein Wort:
Natürlich leben wir in Zeiten der Corona Pandemie. Das gilt aber nicht nur für die Unternehmen, sondern auch für die Beschäftigten.
Neben den allgemeinen Einschränkungen kommen noch Belastungen z.B. durch Kurzarbeit, Kinderbetreuung und Fernunterricht hinzu. Wir akzeptieren nicht, dass die Arbeitgeber mit schmalen Einkommenserhöhungen bei überdehnten Laufzeiten, die Beschäftigten die Krise über Gebühr spüren lassen wollen.

Zukunft sieht anders aus:
Die zwei Minierhöhungen in Form von 1,1 % und 1,2 %, allerdings erst für 2022 sind kein Zukunftspaket. Begleitet wird das mit einer überlangen Laufzeit von 26 Monaten. Für 2021 soll es gar keine Einkommenserhöhung geben. Damit ist dann klar, zukünftig werden die Beschäftigten bei Textil und Bekleidung abgehängt.


Altersteilzeit erhalten:
Immerhin bieten die Arbeitgeber eine Verlängerung der Altersteizeit an. Allerdings soll es in diesem Jahr keine Erhöhung der Aufzahlung geben. Eine Erhöhung der 2%-Quote erst recht nicht. Erst in 2022 bieten die Arbeitgeber wieder eine Erhöhung der Aufzahlung an. Damit droht der Tarifvertrag unbrauchbar zu werden. Ohne eine bessere Aufzahlung können sich die Beschäftigten bei Textil und Bekleidung die Altersteizeit nämlich erst gar nicht leisten, egal wie lange man gearbeitet hat.


Beschäftigungssicherung:
Zu dieser Forderung, die für viele Kolleginnen und Kollegen wichtig ist, hören wir von den Arbeitgebern nur Ablehnung. Es gibt noch nicht mal die Bereitschaft, mit uns darüber zu reden. Es gibt so viele Möglichkeiten und gute Ideen. Alles nicht wichtig für die Arbeitgeber.


Wir wehren uns!
Wer jetzt nicht mitmacht, wird in Zukunft zu wenig Einkomen haben, die Altersteilzeit nicht nutzen können und Jobsicherheit gibt es sowieso nicht. Diese Verweigerung der Arbeitgeber braucht eine starke Antwort aus den Betrieben. Überall finden Warnstreiks und Aktionen statt. Alles natürlich coronakonform.